So lagerst du deine Eier richtig!

Da wir immer wieder mal gefragt werden, wie lange Eier denn jetzt wirklich haltbar sind und wie man diese am besten lagern sollte, findet ihr hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Facts.

 

Schmales oder breites Ende?

Am besten solltet ihr die Eier mit der Spitze nach unten lagern. Wieso? Da sich am breiteren Teil die Luftkammer des Eis befindet. Durch diese würde – bei einem befruchteten Ei – der Embryo mit Luft versorgt werden. Werden die Eier anders herum gelagert, könnte diese Luft mit der Zeit nach oben steigen, die Eihaut ablösen und damit könnten Keime eindringen.

 

Da wir alle Eier unserer Mädels täglich selbst aus den Nestern nehmen, achten wir natürlich darauf, dass diese von Beginn an richtig in der Eierschachtel gelagert werden.

 

Kühlschrank? Ja oder nein?

Grundsätzlich ist es so, dass Eier eine natürliche Schutzschicht haben. Diese schützt das Ei. Trotzdem sollte es weder direkter Sonneneinstrahlung, beziehungsweise starken Temperaturschwankungen ausgesetzt werden. Dunkel und kühl mögen sie es am liebsten. Da im Kühlschrank diese Bedingungen vorherrschen, ist eine Lagerung in diesem somit ideal.

 

Achtung – Eier nehmen sehr leicht die Gerüche anderer Lebensmittel an. Solltet ihr ein separates Eierfach im Kühlschrank haben, nutzt ihr es am besten auch. Ungünstig ist eine Lagerung in der Nähe von Zwiebeln und Co. Wäre ja schade um unsere feinen Eier ;-)

 

Was tun nach Ablauf der Haltbarkeit?

Eier haben eine „offizielle Haltbarkeit“ von 28 Tagen. So zeichnen wir unsere Eier auch aus. Jedoch hat gerade eine Studie von Greenpeace gezeigt, dass Eier weit über 3 Monate haltbar sein können. Somit die Eier nicht gleich wegwerfen, wenn das Haltbarkeitsdatum erreicht ist. Folgende Dinge könnt ihr machen, wenn ihr euch nicht sicher seid:

·      Schwimmtest: Wenn man das rohe Ei in ein Glas mit Wasser gibt und dieses am Boden liegen bleibt, ist es noch frisch. Richtet sich dieses im Glas auf oder steigt an die Oberfläche, ist das Ei bereits älter. Das liegt daran, dass bereits Flüssigkeit aus dem Ei verdunstet ist. Der dadurch entstandene Hohlraum sorgt dann für einen Auftrieb. Aber Achtung – älter heißt trotzdem nicht schlecht. Hier empfiehlt es sich, das Ei noch aufzuschlagen und daran zu riechen.

·      Schütteltest: Wenn ihr das Ei in rohem Zustand schüttelt und ein Gluckern hört, am besten gleich weg damit. Dann kommt jede Hilfe zu spät ;-)

·      Riechtest: Schlechte Eier „erriecht“ ihr sofort. Wenn diese neutral riechen, spricht im Normalfall nichts dagegen, das Ei zu verwenden.

                 

Generell gilt: Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob das Ei noch gut ist, es aber nicht wegwerfen wollt, am besten kochen oder braten. Nicht aber roh für Mayonnaise oder dergleichen verwenden.

 

Schluss mit Mythen

Hier noch eine Info für alle „Abschrecker“ und „Anpiekser“ unter euch. Es ist bewiesen, dass in etwa jedes zehnte Ei beim Kochen aufplatzt. Das vorherige „Anpieksen“ des Eis verhindert dieses nicht. Und auch das „Abschrecken“ führt nicht dazu, dass Eier besser geschält werden können. Ob ein Ei gut geschält werden kann, hängt davon ab, wie frisch das Ei ist. Wir merken das immer, wenn wir abends noch Lust auf frische Eier des Tages haben. Da sind die kleinen Ovale richtig biestig und kaum zu schälen, denn – je frischer, desto schwerer geht die Schale ab.

 

Wer ein weich gekochtes Ei möchte, kann es abschrecken um den Garvorgang des Eis zu stoppen. Wer das Ei aber lieber für einen späteren Zeitpunkt hart kochen möchte, der sollte auf das Abschrecken verzichten, da dadurch die Haltbarkeit verringert wird.

 

So, damit sollte das Wichtigste gesagt sein. Also – lasst es euch schmecken!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0