Doppeldotter: 1 Ei, 2 Dotter!

Heute hatten wir mal wieder 2 Dotter in einem Ei. Da wir viele Eier essen, ist uns das schon gelegentlich passiert. Aber nicht jeder kennt dieses Phänomen. Daher hier eine kurze Erklärung, wie es zu dieser Laune der Natur kommt.

 

NUR 1 EIERSTOCK ENTWICKELT

Jede Henne hat von Geburt an tausende Eizellen, aber im Unterschied zum Menschen nur einen funktionsfähigen Eierstock. Während sich ihr rechter Eierstock rasch zurückbildet, reifen im linken die Eizellen heran. Durch Einlagerung von Nährstoffen werden aus den Eizellen nach und nach Dotterkugeln.

 

DOPPELDOTTER

Die Entstehung von Doppeldottern hängt in der Regel vom Alter der Legehennen ab. Bei jungen Tieren muss sich der Prozess der Eibildung erst hormonell einpendeln. Sie legen immer wieder Eier, bei denen zwei Dotterkugeln vom Eierstock in den Eileiter gewandert sind und dort zu einem einzigen Ei "verpackt" wurden. Die Doppeldotter sagen daher nichts über die Qualität oder die Haltungsform der Eier aus, sondern über das Alter. Übrigens - selten aber doch ist es schon vorgekommen, dass 4 Dotter in einem Ei waren.

 

2 KÜKEN AUS EINEM EI?

Bei einem befruchteten Ei, wären das dann Zweieiige Zwillinge im Inneren eines Eis.

Von der Natur sind Zwillinge bei Hühnern aber nicht vorgesehen. Zum einen hat das Ei eine harte Schale, kann sich also nicht wie beim der Frau ausdehnen, um Platz für zwei Küken zu machen. Zum anderen sind die Nährstoffe im Ei auf ein Küken für 3 Wochen ausgelegt – es ist für die Entwicklungsdauer des Kükens nur das vorhanden, was von vornherein im Ei eingeschlossen wurde. Das heißt, die beiden Embryonen konkurrieren von Anfang an um Platz und Nährstoffe – in 99% der Fälle stirbt dann ein Küken.

 

Angeblich haben es ohne menschliche Hilfe noch nie Zwillings-Küken alleine auf die Welt geschafft. Nur wenn man den Kleinen dabei geholfen hat, die Schale zu durchbrechen. An sich hat die Natur das so einfach nicht vorgesehen.

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