· 

Kampfansage gegen Kleidermotten: Duftsäckchen selber machen

 

Wenn einem die Motten das Lieblings-Shirt durchlöchern, ist das wirklich ärgerlich. Damit es gar nicht so weit kommt, gibt es Möglichkeiten, die schon Oma angewendet hat. Und das Gute daran ist, es braucht hierfür keine Chemie. Einfach raus in die Natur, (Wild)Kräuter sammeln, und schon kann es los gehen.

 

Pflanzen gegen Motten

Zum Glück gibt viele heimische Pflanzen die zwar für uns gut riechen, aber für Motten regelrecht abschreckend wirken. Diese Tatsache können wir uns zu Nutze machen und ganz natürlich gegen die lästigen Nachtfalter vorgehen. Nachfolgend stellen wir euch fünf hilfreiche Gegner vor:

 

1. Lavendel gegen Motten

 

Lavendel ist seit jeher die erste Wahl, um Kleidermotten zu vertreiben. Aus diesem Grund kennen viele diesen Geruch vor allem von Oma & Opa. Schon früher wusste man um dessen Wirkung.

2. Mottenschreck Rainfarn

Der Geruch des Rainfarn vertreibt nicht nur Motten, sondern auch Flöhe. Sehr praktisch! Rainfarn hat aber noch einen weiteren Vorteil. Wem nämlich der sehr intensiv blumige Geruch des Lavendel zu viel ist, hat mit dem Rainfarn eine echte – wesentlich weniger geruchsaufdringliche – Alternative. 

3. Steinklee, auch "Mottenklee" genannt

 

Steinklee wird im Volksmund nicht umsonst "Mottenklee" genannt. Die im Steinklee enthalten Cumarin-Glykoside sind nichts für die Näschen der Motten und auch Schaben nehmen bei deren Duft gerne Reißaus. 

4. Waldmeister: Ein Meister gegen Motten & Co.

Auch der Waldmeister enthält Cumarin und ist daher nichts für Mottes Näschen. Aber auch viele andere Insekten machen einen großen Bogen um den Waldmeister.

 

6. Die Zeder geht der Motte ans Leder

Die immergrüne Zeder enthält intensive besondere ätherische Öle die nicht nur Kleider- sowie Lebensmittelmotten abwehren, sondern zusätzlich antibakteriell, entzündungshemmend und pilzabtötend wirken. Zedernholz schaff somit natürliche Abhilfe. 

6. Die Nuss zum Schluss

Wenn man die großen Blätter des Walnussbaumes zwischen den Händen zerreibt, setzt sich ein unverwechselbarer Duft frei. Dieser entsteht auf Grund der enthaltenen Gerbstoffe und ätherischen Öle. Ein Garant bei der Abwehr von Motten.

 

Mottensäckchen selber machen: Das wird benötigt

Grundsätzlich würde es keine "Säckchen" brauchen, denn die oben genannten Pflanzen würden sich auch gut als getrocknete Sträußchen in den Schrank hängen lassen, ABER, sie zerbröseln auch schnell und lassen sich nicht abstauben, obwohl sie genau den anziehen. Daher empfehlen wir in jedem Fall selbst ein Säckchen aus Leinen oder Baumwolle zu machen. Zudem hat man mit Säckchen die Möglichkeit, auch mit ätherischen Duftölen zu arbeiten.

 

BENÖTIGTE UTENSILIEN:

  • Stoff aus Leinen oder Baumwolle (geht auch gut mit Stoffresten oder alter Kleidung)
  • Schere
  • Schnur
  • eine der genannten Pflanzen in getrockneter Form oder eine Mischung aus diesen
  • Optional: ätherisches Zedernöl oder Lavendelöl

 

Mottensäckchen selber machen: Eine Anleitung

  • Je nach dem, wieviele Säckchen benötigt werden, muss die entsprechende Anzahl an Kreisen (ca. 20cm Durchmesser) aus dem Stoff ausgeschnitten werden. Als Schablone kann hier sicher ein Teller oder dergleichen dienen
  • Die ausgeschnittenen Stoffkreise mit der Außenseite nach unten vor sich hinlegen und mit zirka 3 EL der getrockneten Pflanzenteile befüllen
  • Anschließend die Stoffenden nach oben raffen und mit der Schnur gut zuschnüren. Tipp: Je nach dem wo die Säckchen anschließend sein sollen, in Schublade, auf dem Zwischenboden oder an einem Kleiderbügel, kann eine Schlaufen zum Aufhängen hilfreich sein. Also am Besten mit einer Masche zubinden.
  • Optional kann das Säckchen jetzt noch mit einem der erwähnten Öle beträufelt werden. ACHTUNG: Lieber sparsam damit umgehen, dass es für die eigene Nase nicht zu viel wird.

 

Sollten Sie merken dass der Duft des Säckchens langsam nachlässt, kann dieses mit Hilfe der ätherischen Öle aufgefrischt oder einfach neu befüllt werden. 

 

Disclaimer! Die von mir zur Verfügung gestellten Informationen werden mit aller Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Die Hausmittel und Rezepturen ersetzen aber keinen Arztbesuch. Bei unklaren oder starken gesundheitlichen Beschwerden bitte unmittelbar einen Arzt aufsuchen. Bei Kindern und Schwangeren sollte mit dem Arzt vorab eine mögliche Anwendung oder Einnahme abgeklärt werden. Wenn ihr meine Rezepte nachmacht, dann tut ihr das auf eigene Gefahr. (Caprice Innauer, Zertifizierte Kräuterpädagogin)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0